Vinyl Musik optimal auf CD

Hier ist alles erlaubt, was nicht in "Deutsche Oldies" paßt.
Ute

Beitrag von Ute » Mittwoch 27. September 2006, 16:34

Michael hat geschrieben:@Ute: Wie Rudi schon schrieb, reicht es auch oft, die Auflagestärke des Tonarms zu verstellen. Solltest Du einen Plattenspieler haben, wo man es nicht einstellen kann, kannst Du auch ein 1, 2, 5, 10, oder 20 Cent-Stück vorsichtig auf den Tonarm legen...
Hallo Michael!

Das Pfennigstück klebt schon seit ich den Phillips-Plattenspieler habe auf dem Tonarm, aber ich habe Schallplatten hier, da ist der Kratzer schon sehr , sehr tief, schade für das gute Stück, aber besten Dank für den Tip, vielleicht kann er ja anderen Forumlesern weiterhelfen, wer weiß.....

Gruß Ute :lol:

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Rudi
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Beitrag von Rudi » Mittwoch 27. September 2006, 16:38

Ute hat geschrieben:
Michael hat geschrieben:@Ute: Wie Rudi schon schrieb, reicht es auch oft, die Auflagestärke des Tonarms zu verstellen. Solltest Du einen Plattenspieler haben, wo man es nicht einstellen kann, kannst Du auch ein 1, 2, 5, 10, oder 20 Cent-Stück vorsichtig auf den Tonarm legen...
Hallo Michael!

Das Pfennigstück klebt schon seit ich den Phillips-Plattenspieler habe auf dem Tonarm, aber ich habe Schallplatten hier, da ist der Kratzer schon sehr , sehr tief, schade für das gute Stück, aber besten Dank für den Tip, vielleicht kann er ja anderen Forumlesern weiterhelfen, wer weiß.....

Gruß Ute :lol:

Mir kommen die Tränen! :( Sowas mutest du deiner Nadel und den Schallplatten zu? Die lassen sich dann ja nie mehr ohne Verzerrungen mit normaler Auflagekraft abspielen und sind auf ewig ruiniert - von der Nadel und dem Abtaster ganz zu schweigen....
Ich staune ja nicht schlecht, wie die Schallplattenfreunde mit ihrem Material umgehen. Da ist doch Gefühl und Sorgfalt oberstes Gebot.
Somebody was trying to tell me that CDs are better than vinyl because they don't have any surface noise. I said, "Listen, mate, -life- has surface noise..." John Peel

Ute

Beitrag von Ute » Mittwoch 27. September 2006, 16:45

Och.... Rudi, was sollte ich tun, meine Anlage ist von Haus aus nicht richtig eingestellt gewesen, obwohl es sich um eine gute Marke (Phillips) handelt, der Tonarm ist bei den Platten gleich nach hinten zum Schluss gerutscht, ich habe mich damals bei der Firma, wo ich ihn gekauft hatte beschwert, die rieten mir zu dieser Aktion mit dem Pfennig und haben mir einen guten Preis nachgelassen, ich denke, der Tonarm hat das gebraucht, er war ab Fabrik einfach zu leicht angefertigt und einen Hebel, um ihn zu verstellen7 beschweren besitzt die Anlage leider nicht, also, wisch Dir die Tränen ab und denk' Dir nix dabei. Ich besitze die Anlage schon über 20 Jahre und höre viele Platten, neulich erst mußte ich mir eine neue Nadel kaufen, der Preis dafür war dank Internet auch nicht ohne, etwas über 20 .-€.... na? Zufrieden? *grins*
Gruß Ute

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Michael
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Gewicht

Beitrag von Michael » Mittwoch 27. September 2006, 22:41

@Rudi: Mein lieber Freund, auch "meine" Tränen kannst Du trocknen, denn ich behandle Singles usw. wie rohe Eier! Wann immer ich ein Teil habe, wo ich etwas mehr Gewicht auf dem Tonarm brauche, mache ich dies sehr sensibel und ich habe für meinen Plattenspieler 3 Nadeln! Eine "billige" zum Probehören neuer alter Platten - und 2 teure! Die eine nehme ich nur für gute Scheiben, die andere für "Problemplatten"!

Grüassle,

Michael
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Beitrag von Rudi » Mittwoch 27. September 2006, 22:53

@Michael: OK, dann verzeih' ich dir das rüde Verhalten den Platten und Saphiren gegenüber.. ;)
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Beitrag von Michael » Mittwoch 27. September 2006, 23:06

@Rudi: War mir ein Anliegen! Glaube zwar nicht an die Kirche, aber die grundlegende Einstellung des Vinyl-Pabst ist auch die Meine! ;o)

Schönen Abend,

Michael

PS.: Mein Plattenspieler läuft seit 20 Jahren jeden Tag Stunden! Hatte nie ein Problem, ausser dem Nadelverschleiss! Das Teil ist ein "Sansui", leider gibt es die Firma nicht mehr! Aber er hat "Grundig" und "Philipps" überlebt...
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OldieSchorsch
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Beitrag von OldieSchorsch » Donnerstag 28. September 2006, 14:32

Hallo

Habe selber auch schon so einiges an Vinyl digitalisiert.
Im Prinzip mache ich alles mit WaveLab.

Es sei denn, daß ich extreme Knackser von Hand herausschneiden muss. Dazu benutze ich CoolEdit. Geht irgendwie exakter damit. Zumindest bei mir.

Nun habe ich aber gelesen, daß einige auch mit WaveLab arbeiten. Zum Entrauschen und Entknacken benutzen diese wiederum WavePurity.
Warum? Ist das besser als der DeClicker und Denoiser von WaveLab?

Ich frage nur mal so aus Neugierde, bevor ich mich noch zusätzlich mit WavePurity beschäftige.


Schorsch

beaver

Beitrag von beaver » Donnerstag 28. September 2006, 14:44

Eine Frage an Manfred:

In deinem Beitrag klang an, dass Du Normalisieren für ein Problem hälst.
Das überrascht mich etwas.
Kannst Du bitte Deine Meinung näher erläutern?

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Michael
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Beitrag von Michael » Donnerstag 28. September 2006, 15:14

Hallo OldieSchorsch,

anscheinend ist das Ergebnis beim Entknackend und Entrauschen bei WavePurity am Besten! Mit WavLab habe ich diesbezüglich keine Erfahrung, aber wenn eine Platte total knistert, knistert sie nach dem Bearbeiten mit Clean weniger, mit WavePurity ist es quasi fast total weg! Ein Himmelhoher Unterschied! So weit ich gehört habe, ist WavePurity das beste Restaurierungsprogramm und deshalb auch vor WaveLab. Aber es kommt ja auch immer darauf an, für was man es benutzt! CD's kann man noch heute problemlos sogar mit Clean bearbeiten, aber bei knacksenden Vinyls ist nach meiner Erfahrung WavePurity der Ferrari unter den Rennautos...

Lieben Gruss,

Michael
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beaver

Beitrag von beaver » Donnerstag 28. September 2006, 15:24

Zum Beitrag von Oldie Schorsch:

"Es sei denn, daß ich extreme Knackser von Hand herausschneiden muss. Dazu benutze ich CoolEdit. Geht irgendwie exakter damit. Zumindest bei mir.

Ja, bei mir auch.

Bei der manuellen Entfernung ist das Hauptproblem, den kurzen Knackser von etwa 5 Millisekunden sichtbar zu machen und exakt zu markieren.
Das geht besonders leicht, wenn den in Frage kommenden Bereich vergrössert und auf "Spectral View" umschaltet, dann wird der Knackser as rote senkrechte Linie sichtbar.
Cool Edit erlaubt zusätzlich das manuelle Setzen der Werte für Threshhold
and Reject, was in schwierigen Fällen hilfreich sein kann.

Etwas kniffeliger sind 2 Knackser, die ineinander übergehen. Bei mir hat es sich bewährt, dann auf Waveform Form umzuschalten und die Peaks einzeln zu bearbeiten, was der Entfernung von halben oder viertel Knacksern entspricht, die dann nacheinander abgearbeitet werden.

Hape

Beitrag von Hape » Donnerstag 28. September 2006, 17:46

Hallo,

ich habe nun endlich mal die Zeit genommen alle Beiträge zu diesem Thema zu lesen. Auch bei mir kommt hin und wieder eine Münze (2 Pfennig) zum Einsatz um das knistern beim "Aufnehmen" zu reduzieren. Es hilft aber auch wie Ute schon geschrieben hat, um die ein oder andere Scheibe überhaupt zum "durchlaufen" zu zwingen.

Ein gescheites Programm zum direkten Aufnehmen von der Stereoanlage auf den PC habe ich für mich noch nicht gefunden. Das liegt aber daran, dass mein Vergrößerungsprogramm und die Aussteuerungsanzeigen nicht gut zusammenarbeiten.

Bisher habe ich es so gemacht:

Aufnehmen mit einem externen CD-Rekorder (Pioneer PDR 555 RW). Dann auf den Rechner und bearbeiten mit "Magic-Audio-Cleaner". Wave Purity muß ich erst mal sehen ob sich das optisch von mir bedienen läßt.

Das Aufnehmen mit dem CD-Rekorder hat für mich 4 Vorteile:

1. Ich kann die Anzeige gut erkennen und habe eine gute optische Kontrolle darüber ob die Aufnaheme läuft.

2. Ich kann Lautstärkeunterschiede der beiden Kanäle gut ausgleichen

3. Ich kann am Ende manuell auf Null regeln. Das vermeidet rauschen und klingt weicher als das abrupte Ende beim abschalten.

4. Beim kopieren der Aufnahmen mit CDex auf den Rechner kann ich mit 1/74 Schritten pro Sekunde arbeiten. Diese kann ich über Ziffern eingeben und muß mich nicht mit optischen Kurven oder Balken quälen.
Im allgemeinen reicht diese Einteilung. Ich weiß natürlich auch, das das Schneiden über optische Anzeigen noch genauer geht und nutze dies auch, aber nur wenn ich es anders nicht hinkriege.

Ich müßte noch einiges, was ich nur im Schnellverfahren auf die Platte kopiert und gewandelt habe, richtig bearbeiten. Ich finde das allerdings sehr zeitaufwendig, also bekommen meine mp3-Dateien den Klang von Nostalgie mit.

Liebe Grüße von

Hans-Peter

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Rudi
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Beitrag von Rudi » Donnerstag 28. September 2006, 17:52

Was habt ihr denn so im Allgemeinen für Einstellungen in WavePurity zum Entrauschen? Ich neige immer dazu, dieses Feature zu deaktivieren, weil ich fast immer Eingriffe in den Frequenzgang feststelle, wenn ich den Noisereducer (auch niedrig eingestellt) aktiviere. Mir ist ein originales Grundrauschen 100x lieber, als eine rauschfreie Aufnahme die "pumpt", oder hörbare Dynamikeinbussen mit sich bringt. Ichhabe es noch nicht hinbekommen, den Noisereducer so einzustellen, dass ein für mich zufriedenstellendes Ergebnis dabei heraus kommt. Welche Werte habt ihr da so gesetzt und wie sehen eure Erfahrungen aus?
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Beitrag von OldieSchorsch » Freitag 29. September 2006, 17:16

Hallo

Vielen Dank für die Antworten auf meine Frage. Werde mich dann mal mit WavePurity beschäftigen.

@Rudi
Wenn die Aufnahmen noch akzeptabel sind, dann belasse ich sie, ohne sie unnötig zu verfälschen.
Das Problem mit dem Entrauscher hatte ich am Anfang auch des öfteren.
Du schreibst hier von "pumpen". So kann man es eigentlich am besten beschreiben.
Das kann man einigermassen umgehen, indem man die Aufnahme zuerst "umkehrt". Danach entrauschen, und wieder umkehren, damit sie wieder richtig abgespielt wird.

Meine Erfahrung bezieht sich dabei auf WaveLab.


Schorsch

beaver

Beitrag von beaver » Sonntag 1. Oktober 2006, 15:07

Hat sich jemand mal näher mit dem Rumpeln von Plattenspielern bschäftigt?
Bei meinem Programm Cool Edit kann ich im Spektrum das Maximum des Rumpelns bei 16 Hertz messen und die Ampitude ist enorm.
Können andere Programme das Rumpeln ebenfalls exakt ausmessen?

Aus der enormen Amplitude folgt die Notwendigkeit, das Rumpeln zu entfernen. Wie macht ihr das und mit welchem (messbarem ) Erfolg?

Viele Wiedergabeprogramme können zu meinem Erstaunen das Rumpeln
als beständiges Geräusch nicht einmal anzeigen. Auch ohne Musik müsste
ein Aussteuerungsinstrument ziemlich hohe Werte anzeigen Das ist meistens nicht der Fall.
Wie kommt die Fehlmessung zustande? Ignorieren VU-Meter den Bereich unter 20 Hz ?

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Rudi
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Beitrag von Rudi » Montag 2. Oktober 2006, 21:51

Hm, also es gibt ja analoge Rumpelfilter, die sowas beseitigen.
Meine Plattenspieler rumpeln nicht, jedenfalls nicht hör- oder messbar, so dass ich mich mit derartigen Problemen nicht herumzuplagen brauche ;)
Normalerweise sollte das Rumpeln jedes vernünftigen Plattenspielers nicht wahrnehmbar sein. Steht dein Gerät im Lot? Ist der Plattenteller korrekt gelagert? Der Tonarm korrekt justiert? Dann sollte es solche Probleme nicht geben.
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