Meine Bücher Jazz & Swing, Session 1, 10.01.2010

Hier könnt Ihr Tipps für Bücher zum Thema Musik (Künstler-Biographien, Nachschlagewerke, etc.) geben.

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Musikpepe
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Meine Bücher Jazz & Swing, Session 1, 10.01.2010

Beitrag von Musikpepe » Sonntag 10. Januar 2010, 04:25

Liebe „memory“-Freunde,

ich mag‘, hör‘ ja jede Form von Musik, die gut & authentisch ist, bin immer offen für neue Einflüsse.
Die Liebe zum Jazz, zu allen Spielarten, den Individualisten, den großen US-Formationen,
den vielen ausgezeichneten deutschen Orchestern in der Musikgeschichte, den Big Bands,
fing‘ bei mir etwa mit Ende 20 an, von da an gab‘ es kein „Halten“ mehr . .

Hier meine Bücher zum Thema:

1. „Das Jazzbuch“, von Rag bis Rock, v. Joachim E. Behrendt,
ist seit mehr als einem halben Jahrhundert das Standardwerk überhaupt, es ist mit großem Abstand
das meistverkaufte Jazzbuch der Welt (etwa 1,9 Mio Exemplare weltweit).
Die Erstausgabe war bereits im Oktober 1953 erschienen.

J.E. Behrendt, *1922, war Mitbegründer des Südwestfunks und bis 1987 der Leiter der Jazzredaktion
bei diesem Sender, später auch „bester europäischer Jazzproduzent“ und so vieles mehr.
Es gab‘ einige Überarbeitungen B.‘s, 2000 ist der Nestor dieser Musik in Deutschland/in Europa leider
nach einem tragischen Verkehrsunfall verstorben.

Der US-Musiker Ry Cooder gab‘, dem verehrten B. zu Ehren, seinem Sohn den Vornamen „Joachim“!

Meine Ausgabe:
TB 6246, Fischer Taschenbuch Verlag, 1974, 428 S., werde auch neu zuschlagen.

Hauptkapitel: Vorwort – Die Stile (des Jazz) – Die Musiker . . – Die Elemente . . -
Die Definition . . – Die Instrumente . . – Die Sänger . . – Die Sängerinnen – Die Bigbands . . -
Die Combo’s . . – Europäischer Jazz heute – Die Sprache des Jazz (Lexikon) – Die Platten des . . -
Anthologien und allg. Aufnahmen – Alphabetische Discographie – Register,

leider keine Abb.!

Ein absolutes Muß für jeden Musikfreund. Es gibt eine Fülle von gebrauchten Ausgaben im Netz,
eine sehr preiswerte Edition der 70’er ist für den Allgemeinbedarf völlig ausreichend.


Die aktuelle, letzte Ausgabe ist 2005 erschienen, wurde von Günther Huesmann, Münster, der u.a.
als Moderator des wdr-Jazzradio’s bekannt wurde, überarbeitet und ergänzt, u.a. zur Postmoderne,
dem Groove und neueren Jazzmusikern, neuen Weltmusik-Instrumenten wie Kora & Oud (afrik. Sitar),
jetzt 927 Seiten. (!), für 29,90 € Listenpreis d. Neubuches. Die legendäre „populäre“ Sprache B.‘s !


2. „Jazz“, Die neue Enzyklopädie“ von Arrigo Polillo, überarbeitet u. ergänzt v. Hans-Jürgen Schaal,
ist keine „Konkurrenz“ ?/ eher die sinnvolle Ergänzung zum Behrendt,
P., Italiener, war jahrzehntelang MA/Direktor der dortigen Jazz-Zeitschrift „Musica Jazz“,
ist also der „Behrendt“ Italiens. (Titel der Originalausgabe „Il Jazz“, erschienen Mailand 1975),
hier:
Halbleinen, Schutzumschlag, Herbig-Verlag, 2. Auflage NA 2006, 771 S., sehr gewichtig !!

Zwei Haupt-Teile, Teil 1, Die Geschichte, Teil 2, Die Persönlichkeiten, 2 prachtvolle S/W-Foto-Blöcke,
ein tolles „Lesebuch“, sehr galant, weitschweifend und weit weniger „salopp“ als der „Behrendt“ in der
Ausdrucksweise, keine Lektüre, die „einfach so“ faßbar wäre im heute so „modernen Querlesen“.

Sehr zu empfehlen, wer das sehr hochpreisige Werk im Antiquariat etc. günstig erwischt, zugreifen!


3. „Jazz Klassiker“, Hg. Peter Niklas Wilson (gest. 10/2003), eine ausgezeichnete Edition,
begonnen im Frühjahr 2002.
Etwa 100 populäre Klassiker und aktuell relevante Jazzer werden hier von namhaften Autoren in dichten,
sehr am Werk orientierten Porträts vorgestellt.
Das liest sich flüssig, ist ausgezeichnet recherchiert und dadurch ein prima Nachschlagewerk.
Schöne Abbildungen, vorzügliche Quellen, die Lust zum Weiterlesen machen, jeder Musiker wird mit populären und legendären Aufnahmen zitiert, Festivals u. Sessions sind genannt.
Mini-Format, Broschur, 2 Bände im Schuber, Philipp Reclam-jun., Stuttgart 2003, 818 S.

Soweit für heute . .

Ich setze in unregelmäßigen Abständen fort,
hier werde ich vermutlich auch die Bandleader-Biographien (Kaempfert, Last u.a.) vorstellen . .

LG Peter, Berlin
"Es ist schwer zu versteh'n, doch es trifft immer den,
der am wenigsten Schuld hat am ganzen Gescheh'n"

http://www.ulrichroski.de U. Roski, 1944-2003

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