Holger Stern: Langer Weg zurück zum ersten Pseudonym

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waelz
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Holger Stern: Langer Weg zurück zum ersten Pseudonym

Beitrag von waelz » Freitag 22. November 2019, 18:12

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Es brauchte eine wahre Odyssee, bis Holger Stern seinen Künstlernamen akzeptierte. Zwischen 1973 und 1985 wurde er viermal umbenannt. Erst danach griff er auf sein Alias Nummer eins zurück. Seither arbeitet er ausschliesslich unter dem Namen Holger Stern.
Diesen erhielt er 1972, als bei Ariola seine erste Single erschien. Die zweite hiess "Nächte im Schatten" und war eine deutsche Version von "Nights in white satin" von den Moody Blues Die Nummer trug ihm einen Achtungserfolg ein, aber keine Verlängerung des Plattenvertrages.
1973 landete Holger Stern bei der Bellaphon, wo ihn Bernd Spier produzierte. Dieser fand den Namen Holger Stern unpassend und taufte ihn um in Gordon Jones. Auch hier verkaufte sich die zweie Single besser als die erste. Und auch hierbei handelte es sich um ein Cover. Die Nummer hiess "Immer und immer" und war eine deutsche Fassung von "Crimson and clover" von Tommy James. Und auch hier lief der Plattenvertrag trotz ansprechender Verkäufe nach zwei Singles aus.
Es dauerte vier Jahre, bis Horst Stern wieder aus der Versenkung auftauchte. Diesmal als Kumpel Heinz. Bei CBS nahm er unter gütiger Mithilfe von Tina Rainford den Titel "Frühschicht" auf. Es sollte ein einmaliger Ausflug sein. Erst in den 80er Jahren wurde Horst Stern wieder auf dem Plattenmarkt aktiv. Peter Orloff produzierte mit ihm die Nummer "Der Hecht im Karpfenteich", welche unter Heinz Z. erschienen ist, dem Alias Nummer vier. Auch hier gab es keine Fortsetzung, weshalb Horst Stern sich selbst produzierte und ein eigenes Label gründete. 1984 veröffentlichte er unter dem bürgerlichen Namen Heinz Zebrowski die Nummer "Romanze im Herbst".
Nach mitte der 80er Jahre begann eine fruchtbare Kooperation mit dem Komponisten Elmar Noderer. Dieser schrieb ihm Nummern auf den Leib und verschaffte ihm einen Plattenvertrag bei Tyrolis. Es erschienen zwei Langspielplatten. Darunter das Album "Die schönsten deutschen Heimatlieder", die von einer amerikanischen Brauerei in Auftrag gegeben worden war. Später übernahm Tyrolis den Vertrieb für Europa.
1989 fiel die Mauer. Stern traf seine Familie wieder und Burkhard Lasch, der zu den erfolgreichsten Textern der DDR zählt. Dieser brachte ihn zum Label "Deutsche Schallplatten" und produzierte mit ihm das Album "Heimat, nun hab ich dich wieder". Es enthält Reminiszenzen an die alte Heimat in Form von Volksliedern und von neu geschriebenen Titeln. Trotz dieser starken Hilfestellung fand das Album wenig Beachtung.
Danach sind nur noch vereinzelt Platten von Holger Stern erschienen. Erst 2017 legte er mit "Halleluja" wieder eine Maxi-CD vor. Stern betreibt heute in Landau ein Juwelier- und Antiquitätengeschäft. Er tritt nur noch wenig auf.
Holger Stern ist am Montag ab 19.00 Uhr zu Gast in der Sendung "Rostfrei".

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